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Donnerstag, 15. Januar 2015

Dieser/s Blog und das große Warum

Jaja, dies ist ein Aufschub-Post, weil ich mit den Lobhuddeleien ein bisschen hinterherhänge. Das können wir gerne gleich zu Anfang klarstellen. Bitte schön.
Nichtsdestotrotz wollte ich diesen Beitrag (bzw. seinen Inhalt, zu dem ich gleich komme) schon längst mal irgendwie thematisieren, damit die Frage "Wer soll das denn lesen?" zumindest in Ansätzen beantwortet wird.



Zum ersten: Ich lese gerne und ich lese sehr viel - unter dem Deckmantel, das beruflich zu tun, weil ich ja mit dem Verkauf von Kinderbüchern meine Croissants verdiene. Neben den Büchern lese ich auch Blogs und Zeitungsartikel, Feuilletons etc, die sich ebenfalls mit Büchern beschäftigen. Dabei stieß ich immer öfter auf Verrisse, was mich in manchen Fällen sehr geärgert hat. Warum? Weil viele Verrisse (Pardon, "negative Kritik") sich als absolut in ihrem Urteil präsentieren und ausschließen, dass das besprochene Buch irgendjemandem gefallen könnte. Damit stößt man LeserInnen häufig vor den Kopf (ich spreche da aus Erfahrung) und das finde ich schade. Wenn ich ein Buch gelesen habe, das mir nicht gefallen hat, dann leg ich es weg und spreche (öffentlich) erst wieder drüber, wenn ich direkt darauf angesprochen werde. Ich sehe keinen Sinn darin, in der Buchhandlung, auf Facebook oder in diesem Blog lang und breit ein Buch schlecht zu machen, dass irgendwo eine Zielgruppe hat. Fragt man mich danach, sage ich: "Mir hat's nicht gefallen, aber das ist ja immer Geschmackssache." Fertig. Mir ist diese "kritische" Haltung einfach zu negativ. Deshalb wird auf diesem meinem Blog gelobhuddelt, was das Zeug hält, weil ich die Autoren in den Fokus stellen möchte, die ich gut finde, die ich mag und deren Büchern ich zahlreiche Leserinnen und Leser in allen Altersgruppen wünsche.
Kurz: Inspiration zum Lesen statt Demotivierung.

Zum zweiten: Es gibt einige Literaturpreise, die sich vor allem an die Autorinnen und Autoren von Kinder- und Jugendliteratur richten. Der bekannteste dürfte der Deutsche Jugendliteraturpreis sein, der jährlich in verschiedenen Kategorien vergeben wird. An verschiedenen Stellen wurden vor allem in den letzten zwei Jahren immer wieder die Vergabekriterien des Preises und die Auswahl der PreisträgerInnen kritisiert, weil so viele Autorinnen und Autoren aus anderen Ländern bedacht wurden und die heimischen Literaturschaffenden dabei "übergangen" wurden.
Ich habe mir nach einer solchen Diskussion mal eine Liste gemacht, links das ganze Alphabet und rechts daneben die Nachnamen von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren, um mal zu gucken, ob man das Alphabet vollkriegt. Den Zettel hab ich leider nicht mehr (er hatte sich in einer Hosentasche versteckt, als diese Hose den Weg in die Waschmaschine antrat...), aber bis auf das X konnte ich alle Buchstaben mit wenigstens einem Namen verbinden, meistens mehr. Und zwar innerhalb von 10 Minuten. Oder ein bisschen weniger.
Daraus entstand dann die Idee, mal zu gucken, ob ich dieses Alphabet dann auch mit Lobhuddeleien füllen könnte (die sich nicht wie eine gekaufte amazon-Besprechung lesen). Denn in meinen Augen hat jede Autorin und jeder Autor meines Alphabets etwas Besonderes, das ich gerne zeigen möchte. Deshalb dauert es gelegentlich ein bisschen, bis ich eine neue Lobhuddelei fertig habe, denn so, wie ich nicht möchte, dass Bücher wie am Fließband verfasst werden, möchte ich selbst keine Empfehlungen vom Fließband verfassen.

Also: was immer ich hier schreibe, schreibe ich aufrichtig und von Herzen, und damit das nicht zu kitschig wird, muss ich es manchmal ein bisschen ruhen lassen und nochmal nachkorrigieren. Das dauert, aber ich verspreche, dass ich mich ranhalte. Ich muss nur eben auch gelegentlich außerhalb des Blogs Bücher empfehlen... ;o)

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